Berlin – Nach einem Brand in einem Krankenhaus in Berlin-Zehlendorf ist in der vergangenen Nacht eine Frau gestorben, meldet die Polizei. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte ein Pfleger des Klinikums in der Walterhöferstraße in Berlin die 64-jährige Patientin gegen 23.15 Uhr in einem brennenden Krankenhausbett gefunden, umgehend mit Löschmaßnahmen begonnen und die Feuerwehr alarmiert.

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, mussten sie nicht mehr tätig werden – der Pfleger hatte das Feuer, das nach BILD-Informationen im dritten Obergeschoss ausgebrochen war, bereits gelöscht.
Frau starb auf Intensivstation an Brandverletzungen: Die Frau wurde mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen auf die Intensivstation des Hauses verlegt, wo sie später verstarb. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an und werden von einem Brandkommissariat des Landeskriminalamtes ubernommen.

Nach Angaben eines Feuerwehrmannes sind die Brandschutzsysteme in den Krankenhäusern so konzipiert, dass solche Zwischenfälle eigentlich nicht vorkommen sollten. Warum sie in diesem Fall nicht gegriffen haben, musse die Polizei klären, erklärte er auf BILD-Anfrage. Eigentlich wurde schon der Qualm einer Zigarette zum Auslösen der Alarme ausreichen. Dennoch könnten beispielsweise Geräte, die den Patienten mit Sauerstoff versorgen, die Flammen und deren Ausbreitung beschleunigen. Ein Bett stehe nicht so schnell in Flammen.

Eine Krankenhaus-Sprecherin sagte zu BILD: „Wir können bestätigen, dass es in der Nacht vom 3. auf den 4. April zu einem Brand in einem Patienteneinzelzimmer im Helios Klinikum Emil von Behring kam. Die betroffene schwer kranke Patientin wurde sofort intensivmedizinisch betreut. Zu unserem Bedauern verstarb sie jedoch wenig später. Wir stehen mit der Polizei und den zuständigen Behörden in engem Austausch. Die genaue Brand- und Todesursache wird derzeit ermittelt. Der Klinikbetrieb läuft uneingeschränkt weiter.“




