
Im Herbst 2013 hatte der damals 18-jährige Abiturient seine 23-jährige Kollegin in einem Getränkemarkt in Rethem (Heidekreis) uberfallen. Er hatte dort als Aushilfe gearbeitet. Der Mann fesselte sie und stach rund 120 Mal auf sie ein. Die 23-Jährige verblutete qualvoll.
„In einer Welt der Horror- und Tötungsfantasien“: Die Kammer verurteilte den Deutschen nach Jugendstrafrecht zu 13 Jahren Haft wegen Mordes. Die Begrundung: Nach damaliger Überzeugung des Gerichts war der junge Mann damals „in einer Welt der Horror- und Tötungsfantasien“ gefangen. Zusätzlich zum Urteil wurde eine mögliche Sicherungsverwahrung im Anschluss angeordnet.
Der Mann hat seine Strafe inzwischen fast verbußt. Hinter Gittern absolvierte er mehrere Therapien. Ein Gutachter stellte fest, dass er heute stabil sei und gut mit seinen Emotionen umgehen könne. Im September verlässt der 30-Jährige das Gefängnis.




