DAS SCHWEIGEN NACH DEM SCHULWEG: MYSTERIÖSE SPUREN IM FALL CELINE (15)
LAUBACH – Es ist ein Dienstagmorgen, der das Leben einer Familie in Laubach in einen Albtraum verwandelt hat. Seit exakt 07:30 Uhr am 13. Januar 2026 fehlt von der 15-jährigen Celine jede Spur. Doch während die Polizei von Laubach bis Grunberg eine großangelegte Suchaktion eingeleitet hat, werfen die ersten Ermittlungsergebnisse Fragen auf, die weit uber das ubliche Szenario eines weggelaufenen Teenagers hinausgehen. Es ist ein Fall, der durch technische Rätsel und geografische Widerspruche die gesamte Region in Atem hält.
Die verstörende Nachricht ohne Inhalt

Der Fall Celine begann mit einer Routine, die tausendfach in Laubach stattfand: Ein Mädchen verlässt das Haus, um den Bus zur Schule zu nehmen. Doch bereits funfzehn Minuten nach ihrem Aufbruch geschah das Unfassbare. Laut polizeilichen Informationen erhielten Angehörige eine digitale Nachricht von Celines Endgerät – doch das Textfeld war leer. Unmittelbar nach dem Absenden dieser „stummen Botschaft“ erlosch das Signal ihres Mobiltelefons dauerhaft.
„Dieses plötzliche Abschalten aller Kommunikationskanäle in Verbindung mit einer inhaltsleeren Nachricht ist hochgradig untypisch“, erklärt ein Sprecher der Polizeistation Grunberg. Es wirkt wie ein letztes, verzweifeltes Lebenszeichen oder ein technischer Manipulationsversuch, um die Ermittler in die Irre zu fuhren.
Die Sackgasse an der Bushaltestelle

Die Ermittler konzentrierten sich zunächst auf die Bushaltestellen im Ortskern. Mehrere Zeugen gaben an, eine Person im Bereich der Wartehäuschen gesehen zu haben, doch die Auswertung der Dashcam-Aufnahmen von Linienbussen, die den Bereich passierten, ergab kein Trefferbild. Celine scheint nie in einen der Busse eingestiegen zu sein.
Noch beunruhigender ist jedoch ein Fund, den eine Hundestaffel am späten Vormittag machte: In einem Waldstuck, das in der entgegengesetzten Richtung ihres eigentlichen Schulweges liegt, wurde ein persönlicher Gegenstand entdeckt, der zweifelsfrei Celine zugeordnet werden konnte. Warum befand sich die 15-Jährige auf einem Pfad, der sie weg von ihrem Ziel und hinein in die Einsamkeit der Laubacher Außenbezirke fuhrte?
Ein „blinder Fleck“ im Überwachungssystem
Die Kriminalpolizei pruft derzeit die Theorie, ob Celine gezielt abgefangen wurde. Die Stelle, an der ihr Handy-Signal verstummte, gilt als lokaler „blinder Fleck“ – ein Bereich, der weder von privaten Sicherheitskameras noch von öffentlicher Videouberwachung erfasst wird. Dass eine ortskundige 15-Jährige zufällig genau dort verschwindet, halten die Ermittler fur unwahrscheinlich. Es wächst der Verdacht einer externen Beeinflussung oder gar einer geplanten Abholung durch eine unbekannte Person.
Wettlauf gegen die Kälte
Während die Temperaturen in Mittelhessen um den Gefrierpunkt kreisen, steigt die Dringlichkeit der Suche mit jeder Minute. Die freiwillige Feuerwehr und zahlreiche freiwillige Helfer haben sich bereits den Suchtrupps angeschlossen, um das unwegsame Gelände rund um Laubach zu durchkämmen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um äußerste Wachsamkeit. Gesucht werden Zeugen, die am Dienstagmorgen zwischen 07:15 und 08:30 Uhr auffällige Fahrzeuge – insbesondere solche mit ortsfremden Kennzeichen – im Bereich der Ausfallstraßen von Laubach beobachtet haben. Jede noch so kleine Beobachtung könnte das Puzzleteil sein, das verrät, ob Celine freiwillig ging oder Opfer einer perfiden Täuschung wurde.
Haben Sie Informationen zum Verbleib von Celine?
Hinweise nimmt die Polizeistation Grunberg unter der Telefonnummer 06401-91430 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Zeit drängt, und Laubach hofft inständig, dass das Mädchen gefunden wird, bevor der Wintertag endgultig zu Ende geht.




