Bluttat in Witten. Ein Mann sticht auf seine Frau und seine Kinder ein. Sein Sohn stirbt. Seine Frau und seine Tochter sind nun außer Lebensgefahr.
Es waren schreckliche Szenen, die sich am Samstagvormittag (28. März, gegen 10.30 Uhr) in Witten abspielten. Ein Deutscher (40) stach auf seine Frau (38), seinen Sohn (13) und seine Tochter (9) ein. Der Sohn uberlebte den Angriff nicht. Er verstarb noch am Tatort.Wie Polizeisprecher Marco Bischoff gegenuber dieser Redaktion bestätigte, sei es zunächst im häuslichen Umfeld zum Angriff gekommen, später habe sich das Familiendrama auf die Straße verlagert.Demnach habe der tatverdächtige Vater seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. „Trotz intensiver Notfallmaßnahmen ist der Sohn an seinen Verletzungen verstorben“, so Polizeisprecher Bischoff.Laut „Bild“-Informationen mussten die Mutter und Tochter reanimiert werden. Die Frau habe stark blutend auf der Straße gelegen, mit Schnittverletzungen am Hals. Zwischenzeitlich bestand Lebensgefahr. Diese kritische Phase sei nun jedoch uberstanden. Nach Informationen der dpa wurden zwar Mutter und Tochter noch intensivmedizinisch im Krankenhaus behandelt, seien aber stabil.
Witten in Schockstarre: Nachbarn werden durch Schreie aufgeschrecktEtwa 20 Anwohner und Zeugen mussten alles beobachten und wählten gegen 10.30 Uhr den Notruf. Die Augenzeugen werden von Notfallseelsorgern betreut, berichtet „Bild“. Eine Nachbarin erklärte: „Ich bin völlig geschockt, die Familie machte immer einen so glucklichen Eindruck.“Das Motiv der Bluttat ist unklar. Offenbar gab es einen Familienstreit, dann kam es zur Gewalt. Beim Tatverdächtigen sind bisher keine psychischen Probleme bekannt gewesen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Wie die „Bild“ berichtet, sei ein Mann etwa 100 Meter von dem Mehrfamilienhaus entfernt festgenommen worden. „Seine Hände waren blutverschmiert. Er lag, von zwei Polizisten bewacht, gefesselt auf dem Boden“, erklärte ein Zeuge gegenuber der Zeitung.
In Witten spielte sich ein Familiendrama ab. Ein Junge starb.Foto:Alex Talash„Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Er ist momentan in polizeilichem Gewahrsam“, berichtete Polizeisprecher Bischoff gegenuber unserer Redaktion. Eine Mordkommission sei eingesetzt, die Ermittlungen werden gerade hochgefahren, so der Polizeisprecher weiter.Das Mehrfamilienhaus, in dem die Familie lebte, wurde weiträumig abgesperrt. Auf der Straße seien noch Blutspuren zu sehen, so der WDR.Eine Flucht vor der Polizei endete in Wuppertal (NRW) dramatisch. Was passiert ist, und wie es dazu kommen konnte.
Zuvor hatte es Verwirrung um die Anzahl der Opfer gegeben. So hatte die Feuerwehr Ennepe-Ruhr-Kreis gegenuber dieser Redaktion von drei verletzten Kindern gesprochen. Das konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen.




