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Messerangriff vor Schule in Hamburg: Jugendlicher (15) in Haft

Hamburg – Ein 13-Jähriger wurde am Montag vor seiner Schule niedergestochen. Der Schuler schwebte in Lebensgefahr. Jetzt sitzt einer der mutmaßlichen Täter hinter Gittern. Ein Richter ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft gegen den 15-Jährigen an. Der Vorwurf: versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Von der Tatwaffe fehlt jede Spur.
Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Hamburg am Mittwoch. Offiziell heißt es: Die Staatsburgerschaft des Inhaftierten sei ungeklärt. Nach BILD-Informationen wird der Jugendliche als staatenlos gefuhrt. Der Jugendliche wurde in Gaza geboren. Da Deutschland Palästina nicht als souveränen Staat anerkennt, besitzt der 15-Jährige keine Staatsburgerschaft.
Großfahndung mit Hubschrauber: Am Montag um 13.51 Uhr wurde die Polizei zur Stadtteilschule in Groß Flottbek gerufen. Vor dem Gebäude war es zwischen mehreren Schulern zum Streit gekommen. Ein 13-Jähriger erlitt durch mehrere Messerstiche schwere Verletzungen. Sein Zustand war kritisch, es bestand Lebensgefahr. Nach einer Notoperation ist der Jugendliche inzwischen außer Gefahr.
Die beiden mutmaßlichen Täter fluchteten. Zahlreiche Einsatzkräfte, Dutzende Streifen, ein Hubschrauber und Hunde fahndeten nach den beiden Jugendlichen – mit Erfolg. Beide konnten vorläufig festgenommen werden.
Tatwaffe noch nicht gefunden: Einer der beiden Jugendlichen, nach BILD-Informationen ein 15-jähriger Syrer, wurde bereits am Montag „mangels Haftgrunden“ wieder entlassen. Gegen den zweiten Verdächtigen erhärtete sich der Tatverdacht. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. Eine Mordkommission ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, so die Polizei Hamburg.
Zu den Hintergrunden der Tat äußerten sich die Ermittler noch nicht. Beamte der Bereitschaftspolizei suchten am Mittwoch mit einem Großaufgebot nach der Tatwaffe. Nach BILD-Informationen soll es sich um ein Messer handeln. Die Beamten suchten mit Metalldetektoren im Bereich des Albert-Einstein-Rings in Bahrenfeld. Mulltonnen wurden durchkämmt, auch Dächer untersucht.
An der Schule waren auch an den Tagen nach der Messerattacke Kriseninterventionsteams im Einsatz. Eine Mutter gegenuber dem „Hamburger Abendblatt“: „Meine Kinder sind elf und 15. Wegen des Vorfalls sind sie ziemlich ängstlich.“ Die Schule habe allerdings sehr gut reagiert, so die Hamburgerin.

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